Die Anhänger des Betriebssystems OS/2 wollen es künftig selbst pflegen und weiterentwickeln. Nachdem IBM angekündigt hat, ab Ende 2006 keinen Support für das System mehr zu bieten, haben sie knapp 11.000 Unterstützer für eine Petition gewonnen, in der sie fordern, die Software oder zumindest Teile davon unter eine Open-Source-Lizenz zu stellen.
Die Fans hoffen, so das Betriebssystem selbst pflegen zu können und es gegebenenfalls weiterzuentwickeln.
Allerdings ist eine Freigabe des Codes unwahrscheinlich: OS/2 entstand aus einer Kooperation von IBM mit Microsoft. Deshalb hält IBM nicht an allen Teilen die Rechte an der Software. IBM-Sprecher Steve Eisenstadt lehnte deshalb die Freigabe gegenüber US-Medien ab. "Das wird nicht passieren", sagte er.
Die Fans fordern jedoch, IBM solle soviel Quellcode wie möglich freigeben. Dazu könne man eine Liste erstellen, in der jene Komponenten aufgelistet sind, die wegen rechtlichen Problemen neu programmiert werden müssen.
OS/2 war Mitte der Neunziger Jahre sehr beliebt, weil es bereits auf 486-Computern sehr stabil lief. Zudem kann es sowohl Windows- als auch Linux-Programme ausführen.
(N24.de, Netzeitung)